Gebühren

Normalerweise wird nach jeder Behandlung bar bezahlt. Eine private Rechnungsstellung kann vereinbart werden. Über die Höhe der bei uns üblichen Beträge erkundigen Sie sich bitte telefonisch oder persönlich in der Praxis.
Viele Patientinnen und Patienten haben mittlerweile eine so genannte Zusatzversicherung, die die Kosten unserer Untersuchung und Behandlung in Teilen oder ganz übernimmt. Das Gesetz kennt nur den Heilpraktiker und nicht den Heilpraktiker nach dieser oder jener Methode. Es gibt auch keinen „kleinen“ Heilpraktiker. Manche Psychotherapeuten haben eine deutlich eingeschränkte „Heilpraktiker- Überprüfung“ absolviert, was fälschlicherweise als „kleine Heilpraktikerprüfung“ bezeichnet wird.

Private Krankenversicherungen und Beamtenbeihilfe erstatten unsere Leistungen meistens. Seit September 2013 haben die Bundesbeihilfe und alle großen Heilpraktikerverbände neue Beträge für das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH) vereinbart. Diese neuen Zahlen, die wiederum auf den Zahlen von 1985 basieren, haben wir in unsere Abrechnungsstruktur aufgenommen, weil auch die Landesbeihilfen diese Zahlen in ihren Abrechnungswesen so übernommen haben. Diese Zahlen weichen unwesentllich von den niedrigsten Zahlen, die im GebüH (von ... bis) gelistet sind, ab.

Dass sich die Höhe der schon seit 1985 gültigen Gebühren in den letzten 30 Jahren sehr verändert haben könnte, kann sich jeder Patient/ jede Patientin unschwer vorstellen. Trotzdem belassen wir es, um Streitfragen aus dem Weg zu gehen, bei diesen Gebühren.

Damit wir nicht bei jedem Patienten verschiedene Zahlen zu Grunde legen müssen oder sogar zweierlei Rechnungen schreiben müssen, bitten wir um Verständnis, das wir uns an diese neuen und bundesweit gültigen Vorgaben halten. Das GebüH ist keine Gebührenordnung und hat deshalb keinen Weisungscharakter. Es dient lediglich der allgemeinen Orientierung. Das heißt auch, dass der Behandler davon abweichen und eigene Preise festlegen kann. Im Allgemeinen gilt: Heilpraktiker üben ihren Beruf eigenverantwortlich aus und zählen zu den freien Berufen im Sinne des § 18 EStG. Demnach gilt:
"Die Tätigkeit der Heilpraktiker beruht auf einem zum bürgerlichen Recht gehörenden Dienstvertrag mit dem Patienten. Der Vertrag ist laut § 145 BGB nicht an eine Form gebunden und kann auch ohne ausdrückliche Vereinbarung durch schlüssige Handlung zustande kommen. Der Heilpraktiker schließt mit dem Patienten einen Dienstvertrag (§§ 611-630 BGB), der ihn zur Leistung der versprochenen Dienste, wie Bemühen um Heilung oder Linderung der Krankheit im gegenseitigen Einverständnis, den Patienten zur Gewährung einer Vergütung verpflichtet. Nach § 611 BGB ist die Höhe der Vergütung der freien Vereinbarung zwischen Heilpraktiker und Patient überlassen. Wenn beim Zustandekommen des Behandlungsvertrages über eine Vergütung nicht gesprochen wurde,so gilt sie doch nach § 612 BGB als vereinbart."

"Ist in Ermangelung einer Taxe die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen (§612, Abs. 2). Die Höhe der üblichen Vergütung resultiert aus der Bestimmung der Leistung nach billigem Ermessen (§ 315 BGB). Die Gewährung der Vergütung ist nicht von einem Heilerfolg abhängig, es besteht jedoch für den Heilpraktiker die Verpflichtung zu einer gewissenhaften Behandlung unter Beachtung der Aufklärungs- und Sorgfaltspflicht."

Persönliche Verhandlungen über die Höhe der Gebühren oder Sonderrabatte sind bei uns ausgeschlossen!